Geschichte & Interessantes

Geschichte & Interessantes


von Weinreben verdeckt

von Weinreben verdeckt

Wir geben hier nur eine ganz kleine Zusammenfassung der aufregenden Geschichte unseres Schlosses.

Am Fuß des Anningers erbaut und umgeben von Weinbergen, verweisen schon die Baulichkeiten des Schlosses auf die historische Substanz.

Kirche und Patronat wurden bereits am 31. Juli 1241 vom letzten Babenbergerherzog Friedrich II dem Deutschen Orden geschenkt und rasch am 7. April 1261 von Papst Alexander IV. zur 1245 gegründeten Kommende Wiener Neustadt bestätigt.

Der Ordensbesitz umfasste um 1400 das erweiterte Gotteshaus zu Ehren des Heiligen Michael, die Wohnung für den Ordensgleichen und eine auch hier entstehende Pfarrschule.

unsere Kapelle im Haus

unsere Kapelle im Haus

Der Schlossausbau erfolgte nach dem ersten Türkeneinfall 1529.  Die Kapelle wird 1578 urkundlich erwähnt.

Das Ordensareal litt aber wiederum 1683 unter den Verwüstungen der vor Wien lagernden Türken.

Im 18. Jahrhundert erfolgte dann der Umbau des Südtraktes und in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts der Zubau eines eingeschossigen Flügels gegen Osten.

Erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde dieser weitbekannte Weinort im Zuge der Reorganisation des Deutschen Ordens als rein klerikales Institut unter Ausschluss des Ritterelements zum 1930/31 adaptierten Zentralnoviziat benützt. Das Schloss wurde dabei auf drei Geschosse erhöht und verändert. Ab 1934 diente es auch für vier Jahre als Aufenthaltsort für Erzherzog Eugen als resignierten Ordensoberen.

Der barocke Vierflügelbau wurde unter Einbeziehung eines älteren Vorgängerbaues und zweier Befestigungstürme an der Südflanke der Wehranlage, durch Umbau und Aufstockung von 1931, weitgehend erneuert.

Der Wein ist überall präsent!

Der Wein ist überall präsent!

Mit Wirkung vom 1. September 1938 wurde der hiesige Ordensbesitz, samt Provinz Opfer der Nationalsozialisten. Das Schloss diente zu der Zeit als „Erstes Reichsweingut“ und Forschungsanstalt für Weinbau.

Nurmehr die seelsorgliche Betreuung blieb auch fortan erhalten und auch 1947 nach Rücknahme der Enteignungsmaßnahmen durch die Republik Österreich, Aufgabe örtlicher Verpflichtung der Brüderprovinz.

Nach der Auflösung des von den Deutsch Ordensschwestern geführten Alten- Wohn- und Pflegeheimes im Deutschordens Schloss im Jahre 1988, stand das Schloss 12 Jahre leer.

Mit Hilfe des Landes, der Gemeinde, des Bundesdenkmalamtes und des Deutschen Ordens wurde das Areal renoviert und revitalisiert.

Vom zuständigen Hochmeister wurde Schloss Gumpoldskirchen am 12. März 2000 im Beisein des NÖ Landeshauptmanns Dr. Erwin Pröll und zahlreicher Gäste feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung als Mittelpunkt der Ordensbrüder und als Gästehaus für Ortsbesucher, Wien-Touristen und Tagungen und Veranstaltungen, übergeben.

Seit dem Jahr 2016 hat der Wiener Hotelfachmann mit Ungarischen Wurzeln, Ladislaus E. Batthyány-Strattmann, das Schloss als Pächter übernommen und begrüßt hier individuelle Reisende, Tagungsgäste, Firmengäste, kleine Gruppen und Gäste, die das Schloss für Feiern und Seminare verwenden wollen.

 

 Homepage des Deutschen Ordens
  Interessanter Artikel auf „Burgen-Austria.com“

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